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Trinkwasserchlorung

Trinkwasserchlorung

Der Name Chlor – abgekürzt Cl - stammt aus dem Grichischen – griechisch: chloros. Übersetzt heißt chloros grün in Anlehnung an die gelblich-grüne Färbung des unter Normalbedingungen gasförmig vorliegenden Stoffs Chlor. Chlor ist ein zweiatomiges Gas - Cl2 – und ist an seinem stechendem Geruch und schleimhautreizenden Eigenschaft erkennbar.

In der Regel kommt Chlor in der Natur nur gebunden vor wie zum Beispiel als Natriumchlorid – besser bekannt als Kochsalz. Das Chlorgas wird im großen Maßstab durch Elektrolyse von Natriumchloridlösungen gewonnen.

Chlor wirkt sowohl auf belebte wie auf unbelebte Materie. Im Zusammenhang mit der Wirkung von Chlor auf belebte Materie spricht man von einer desinfizierenden Wirkung, im Zusammenhang mit unbelebter Materie von Oxidation. In beiden Fällen handelt es sich aber um eine Oxidation der mit dem Chlor reagierenden Stoffe.

Die desinfizierende Wirkung des Chlors beruht auf der Durchdringung und Degenerierung von Zellmembranen und der Störung oder Unterbrechung des Stoffwechsels der belebten Materie.

Nach der geltenden Trinkwasserverordnung ist eine maximale Zugabe von 1,2 Gramm Chlor pro einem Liter Trinkwasser erlaubt, wobei ein Chlorwert von 0,3 Gramm Chlor pro einem Liter Trinkwasser am Punkt der Einspeisung in das Trinkwassernetz und 0,2 Gramm Chlor pro einem Liter beim Endverbraucher nicht überschritten werden darf.

Trinkwasser darf nach der geltenden Trinkwasserverordnung und nach dem sogenannten Minimierungsgebot für Mikroorganismen nicht zu Aufbereitungszwecken gechlort werden – das heißt eine Sicherheits- oder Transportchlorung wie sie zum Beispiel in den USA praktiziert wird ist in Deutschland nicht zugelassen. Für die Zugabe von Chlor in das Trinkwasser muss es einen Anlass zur Durchführung einer Desinfektionsmaßnahme geben. Der Anlass ist die Beanstandung der Trinkwasserqualität. Es darf sich nur um eine kurzfristige Maßnahme handeln mit dem Ziel der Wiederherstellung und Weiterführung der Trinkwasserversorgung. Die Chlorung von Trinkwasser beschränkt sich somit nur auf Notfälle.

Mit der Chlorung des Trinkwassers werden Erkrankungen und Todesfälle die auf Trinkwasserinfektionen zurückzuführen sind verhindert. Im Sprendlinger Hochbehälter wird Chlordioxid (ClO2) zur Desinfektion des Trinkwassers verwendet.

Chlordioxid ist eine wässrige Lösung die aus Salzsäure und Natriumchlorit hergestellt wird. Es gibt Hinweise, dass bei der Chlorung von Trinkwasser durch die Reaktion von Chlor mit organischen und anorganischen Bestandteilen des Trinkwassers Desinfektionsnebenprodukte entstehen die Gesundheitsschädlich sind.

Bekannte Desinfektionsnebenprodukte von Chlordioxid sind Chlorat, Chlorit und Chlorphenol.

Von Vorteil ist der Einsatz von Chlordioxid anstelle von Chlor. Mit Chlordioxid erfolgt keine Trihalogenmethanbildung. Geruchs- und Geschmacksstoffe im Wasser, die zum Beispiel von Phenolen, Algen oder deren Zersetzungsprodukten herrühren, können durch Chlordioxid so verändert werden, dass sie anschließend nicht mehr geruchlich wahrgenommen werden können.

Chlorit und Chlorat wirken auf der Haut je nach Konzentration reizend bis ätzend und wirken nierenschädigend bzw.schädigt die roten Blutkörperchen.

Chlorit und Chlorat überführen die Eisenionen im Blutfarbstoff (Hämoglobin) der für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich ist in eine höhere Oxidationsstufe

Durch Cockzustand und Bewußtloigkeit. Methämoglobinwerte über 60 % wirken tödlich.

Besonders Menschen mit dem Enzymmangel Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel (kurz: G6PD(H)-Mangel) reagieren besonders empfindlich auf methämoglobinbildende Substanzen.

hlorit/Chlorat wird Methämoglobin gebildet welches keinen Sauerstoff an sich binden kann. Das Methämoglobin verändert das Hämoglobin in seiner Umgebung so, dass es zwar Sauerstoff aufnehmen, jedoch nicht mehr abgeben kann.Gleichzeitig geht die Schädigung der roten Blutkörperchen mit einer Hämolyse einher

Anzeichen einer durch Methämoglobin verursachten Sauerstoffunterversorgung manifestieren sich bei Methämoglobingehalten von 15 bis 20 % zum Beispiel in Kopfschmerz und Benommenheit. Über die Magenschleimhaut aufgenommenes Methämoglobin verursacht Symptome wie Übelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen und Durchfall.

Methämoglobinwerte ab etwa 40 % führen in Folge der fortschreitenden Hämolyse zu Atemnot, Schockzustand und Bewußtloigkeit. Methämoglobinwerte über 60 % wirken tödlich.

Besonders Menschen mit dem Enzymmangel Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel (kurz: G6PD(H)-Mangel) reagieren besonders empfindlich auf methämoglobinbildende Substanzen.

Aktueller Stand

Kontakt: trinkwasser(at)bl-sprendlingen.de

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