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Aktueller Stand

Das VG-Gebiet wird zu 2/3 mit eigengefördertem Trinkwasser aus einer Brunnengalerie des Grundwasserstocks Planig (Tiefbrunnen aus dem Jahr 1971, Spitzenentnahme 25 Liter pro Sekunde) und mit Trinkwasser von den Stadtwerken Bad Kreuznach Wasserwerk Stromberger Strasse versorgt.

Die Aufbereitung des eigengeförderten Trinkwassers erfolgt am Wasserhaus Gensingen, das Trinkwasser aus Bad Kreuznach wird in dem Wasserwerk Stromberger Straße aufbereitet. Sowohl im Wasserhaus Gensingen als auch in dem Wasserwerk Stromberger Straße sind nach dem Trinkwasserinformationssystem der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz keine Auffälligkeiten bezüglich einer erhöhten Keimbelastung des Trinkwassers nachweisbar.

Erhebliche Belastungen sind mit neuerem Datum nur an der Messstation Hochbehälter Sprendlingen dokumentiert.

Es sei keine alltägliche Situation für die Mitarbeiter der VG-Werke, dass sich besorgte Bürger über die Trinkwasserqualität erkundigen. So die einleitenden Worte von Lothar Baumgarten zu einem Gespräch über die Chlorung des Sprendlinger Trinkwassers mit Dr. Messinger von der Bürgerliste Sprendlingen am 4.12.15.

Der Ursache sei auf den Grund gegangen worden und dieser werde zur Zeit aus der Welt geschaffen. Das versteht Baumgarten unter bürgernahem Service der VG-Werke. Er sei froh über die Möglichkeit des bürgernahen Kontakts, da könne man direkt reagieren und informieren und brauche nicht zu fürchten durch Unwissenheit Halbwahrheiten und Gerüchte zu schüren.

Nicht als gewinnorientiertes sondern bürgernahes wirtschaftlich handelndes Unternehmen verstehen sich die VG-Werke, die ihr Trinkwasser zu moderaten Preisen VG-weit anbietet. Dies sei durch millionenschwere Investitionen in die Infrastruktur in das über hundert Kilometer lange Versorgungs- und Entsorgungsnetz gesichert.

Als Resumee aus dem Gespräch ist festzuhalten, daß die VG-Werke ihren Auftrag bezüglich Wasserver- und -entsorgung weniger als Beruf, eher als Berufung verstehen. Es wurde auch klar, dass über die Ursache der Keimbelastung des Sprendlinger Trinkwassers spekuliert werde aber die Ursache unbekannt sei.

Sicher ist, dass im Bereich des Sprendlinger Hochbehälters der Grund für die Keimbelastung zu suchen ist, da laut Trinkwasserinformatonssystem nur an dieser Messstelle eine zu hohe Keimbelastung gemessen wurde. Die erhöhte Keimbelastung korreliert zeitlich und örtlich mit den Baumaßnahmen zum neuen Sprendlinger Hochbehälter.

Bei dem alten Hochbehäler Sprendlingen handelt es sich um ein zwei Objekte - einem Hochbehälterhaus Baujahr 1913 mit Trinkwasserkammern mit 300 Kubikmetern Fassungsvermögen (türkis) und einem Hochbehälter Baujahr 1963 (grün) mit Trinkwasserkammern mit einem Fassungsvermögen von 500 Kubikmetern (violett).

Die öffentliche Ausschreibung für den neuen Hochbehälter erfolgte am 12.02.2015. Insgesamt gingen 9 Angebote ein. Mit der Submission am 12.03.2015 erhieli die Firma Schneider Bau aus Merxheim den Zuschlag für das Projekt. Das Unternehmen für Hoch-,Tief- und Ingenieurbau beschäftigt ca. 160 Mitarbeiter an den Standorten Merxheim und Bad Kreznach.

Es gibt zwei Hinweise auf die Ursache der Keimbelastung des Trinkwassers aus dem Hochbehälter Sprendlingen.

Aus gut unterrichteten Kreisen aus den VG-Werken hieß es, Ursache der Keimbelastung seien Erschütterungen während der Bauarbeiten am neuen Hochbehälters gewesen. Es ist plausibel anzunehmen, daß die Erschütterungen Schäden an der alten Bausubstanz hervorriefen. Zu der alten Bausubstanz zählen die alte Trinkwasserleitung (braun), das Trinkwasser-Kammersystem des Hochbehälters Baujahr 1913 (türkis) inklusive Hochbehälterhaus (gelb) und das Trinkwasser-Kammersystem des Hochbehälters Baujahr 1963 (violett).

Das Hochbehälterhaus Baujahr 1963 findet keine Berücksichtigung, da es im Zuge der Baumaßnahmen abgerissen wurde.

Im Bereich über dem Trinkwasser-Kammersystem des Hochbehälters Baujahr 1963 (violett) wurde über dem Kammersystem mit schwerem Baugerät Erde beigefüllt. Es ist gut denkbar dass bei den Beifüllarbeiten die Deckenkonstruktion des Trinkwasser-Kammersystem beschädigt wurde und dadurch ein bleibender Keimeintrag besteht.

29.12.15 Anmerkung des Autors:

Auch das Kammersystem des Hochbehälters 1963 wurde abgerissen. Damit ist auszuschließen, dass der Keimeintrag im Bereich des Hochbehälters aus dem Jahr 1963 unmittelbar erfolgt.

Dass Schäden im Bereich oder am alten Hochbehälter vorliegen nährt auch die Aussage verschiedener Quellen aus den VG-Werken, die von einer Behelfsanbindung oder aber sogar Notanbindung des alten Hochbehälters an das Trinkwassernetz sprechen.

Der Autor versuchte sich darüber ein Bild zu machen in dem er dem Hinweis aus Kreisen der VG-Werke folgte, sich den öffentlich aushängenden Plan des neues Hochbehälters in den Räumlichkeiten der VG-Werke anschauen zu können. Der Besuch des Autors erfolgte am 22.12.2015 unangemeldet.

Auf dem Gang der VG-Werke Räumlichkeiten kam dem Autor eine Mitarbeiterin der VG-Werke entgegen, der sich der Autor namentlich vorstellte und seine Absicht Kund tat sich den Plan und insbesondere den Leitungsverlauf ansehen zu wollen. Der Autor teilte auch den Hintergrund seines Besuchs – die Keimbelastung des Sprendlinger Trinkwassers - mit und dass er bereits diesbezüglich Kontakt mit dem Vorstand der VG-Werke Herrn Lothar Baumgarten und dem Betriebsleiter Wasserversorgung Dieter Konischek hatte. Der Autor betonte auch, dass er mit und nicht gegen die VG-Werke Aufklärungsarbeit bezüglich Trinkwasserbelastung leisten wolle.

Dem Autor stellte sich die Mitarbeiterin der VG-Werke als Vorstandsvorsitzende der VG-Werke Frau Rika Glöde vor, die nachdem der Autor sich vorgestellt und seine Absichten verlautbarte hatte von den Verlautbarungen und der Körpersprache ihrerseits sichtlich erregt wirkte.

29.12.15: Anmerkung des Autors:

Der Autor gibt hier seinen subjektiven und wertfreien Eindruck über die Begegnung mit Fr. Glöde wieder. 

Der Autor möge bitte den Plan nicht photographieren, da sie nicht wüsste, ob es sich um den aktuellen Plan handele, der Autor solle doch bitte lieber mit ihr einen Termin vereinbaren um das Thema zu besprechen oder vielleicht besser sogar mit dem Vorstand der VG-Werke Lothar Baumgarten einen Termin vereinbaren, der aber leider zur Zeit in Urlaub sei und erst am 6.1.2016 wieder im Büro erreichbar wäre.

Der Autor nahm die Stellungnahme von Frau Glöde mit Verwunderung auf, da doch eine Vorstandsvorsitzende über den aktuellen Plan des neuen Hochbehälters informiert seien sollte und nahm die Stellungnahme als Ausflucht und Möglichkeit zum Zeitgewinn wahr.

Der zweite Hinweis bezieht sich auf die zu verlegenden Trinkwasserrohre.

Rohrleitungen sind die Lebensmittelverpackung unseres Trinkwassers. Bevor eine neu gebaute Trinkwasserleitung in Betrieb gehen kann, sind eine ganze Reihe von Kriterien, vor allem in Hinblick auf Hygiene, zu erfüllen. Schon bei Planung und Bau der Rohrleitung sind vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Reinigung, Spülung und Desinfektion bringen die Rohrleitung schließlich in einen hygienisch einwandfreien Zustand. Der Begriff „Inbetriebnahme“ fasst diese Vorgänge zusammen.

Wichtig ist, dass sich in der Rohrleitung keine Stoffe befinden, die Mikroorganismen als Nährsubstrat dienen können. Für den Eintrag belastender Keine besteht die Möglichkeit des Eintrags durch Werkstoffe und Montagehilfsmittel sowie durch Verunreinigungen. Der Keimeintag durch Werkstoffe und Montagehilfsstoffe läßt sich durch nur für Trinkwasser zertifizierte Materialien vermeiden.

Der Keimeintrag durch Verunreinigungen ist bei der Herstellung, der Handhabung einschließlich Lagerung und Transport sowie beim Einbau möglich. Durch geeignete Verpackungen, beispielsweise Rohrkappen, lassen sich Verunreinigungen der wasserberührten Flächen vermeiden. Beim Bau neuer Rohrleitung ist weiterhin darauf zu achten, dass nur geprüfte und zugelassene Montagehilfsmittel verwendet werden.

Aus den Angebotsunterlagen für den neuen Sprendlinger Hochbehälter geht hervor daß 150 Meter Trinkwasserleitung DN 300, GGG (GGG - duktiles Gußeisen) verlegt werden. Der Autor geht davon aus, dass bei dem Einbau zertifizierte Werkstoffe und Hilfsmittel verwendet wurden.

Die auf der Baustelle des Hochbehälters befindlichen Trinkwasserrohre sind nicht fachgerecht gelagert. Rohre und Formstücke zum Bau von Trinkwasserleitungen erhalten grundsätzlich am Ende der Fertigungslinien Rohrverschlüsse. Die Verschlüsse sorgen während der Lagerung und des Transports dafür, dass weder Fremdstoffe noch Kleintiere in das Innere der Bauteile eindringen können. Aus hygienischen Gründen müssen diese Verschlüsse bis zur Montage der Verbindungen auf den Bauteilen verbleiben.

Das ist bei den auf der Baustelle des Hochbehälters gelagerten Trinkwasserrohren nicht der Fall.

Bei vielen Rohren fehlen die Rohrverschlüße. Die Verschlüße liegen neben den Rohren im Baustellendreck.

Innerhalb der Rohre sind deutliche Spuren von Verunreinigungen sichtbar (siehe Abbildung). Es ist plausibel zu vermuten, dass solche verunreinigten Trinkwasserrohre in das neue Leitungsnetz des neuen Hochbehälters eingebaut werden sollen oder bereits eingebaut wurden.

Der Autor stellt die Frage, ob die verantwortlichen Stellen von den verunreinigten Trinkwasserrohren Kenntnis haben und ob verhindert wird, dass die verunreinigten Trinkwasserrohre in das Netz des neuen Hochbehälters eingebaut werden.

Die Befürchtungen sind eingetreten!

Kontakt: trinkwasser(at)bl-sprendlingen.de


Letzte Änderung: January 12, 2016, 17:15
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